Anleger verklagen Credit Suisse

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In den USA haben zwei Anleger eine Klageschrift im Namen von 3000 Einzelinvestoren gegen die Schweizer Bank Credit Suisse eingereicht. Sie fordern Schadensersatz in Höhe von 8 Mrd. $ sowie eine Strafe für die Bank. Die Vorwürfe gegen die Bank lauten Geldwäsche, Erpressung, Verschwörung und Fahrlässigkeit. Der Gesamtstreitwert liegt bei 24 Mrd. $. Die Bank soll vor allem in der Zeit von 2004 bis 2007 das sog. loan-to-own-Verfahren eingesetzt haben. Dabei werden zunächst Kredite ausgegeben um Immobilien zu finanzieren. Das Ziel der Bank war es aber nicht das Geld samt Zinsen zurückzuerhalten, sondern aus dem Fremdkapital Eigenkapital zu machen, in dem sie Eigentümer der Immobilien werden, wenn die Kreditnehmer ihren Zahlungsraten nicht mehr nachkommen können. In dem Fall der Credit Suisse handelt es sich vor allem um Luxusferienimmobilien in den Skiressorts von Idaho und Montana, aber auch auf den Bahamas. Die ebenfalls angeklagten Makler von Cushman und Wakefield hätten zudem die Immobilienwerte viel zu hoch angesetzt. Die Klageschrift ist sehr aggressiv formuliert. Dem Schweizer Institut wird ausserdem vorgeworfen sich das Geld für die Kredite aus dem Iran beschafft zu haben und damit dem Iran geholfen Sanktionen zu umgehen und dafür Technologien im Ausland einkaufen zu können. Damit sich alle betroffenen Investoren an der Klage beteiligen können, soll die Zulassung einer Sammelklage erreicht werden.

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