Commerzbank hält Gelder zurück

Artikel gespeichert unter: Bankenhaftung


Seit 10 Monaten vertröstet die Frankfurter Bank Anleger von einigen Hedge-Fonds Zertifikaten und erklärt dies mit einer anhaltenden Markstörung, so dass die richtigen Preise nicht ermittelt werden können. Es handelt sich dabei um zwei Zertifikate mit Hebel und zwei ohne auf den Hedge Fonds Alternative Opportunities Fund der Benchmark Capital Management. Als einige Anleger während der Finanzkrise hektisch wurden und Anteile im September 2008 zurückgaben, akzeptierte die Commerzbank dies zunächst. Hierbei soll es sich um die Summe von 16 Millionen Euro handeln. Ende November sollte dann das Geld bei den Anlegern sein aber stattdessen erhielten sie nur einen Brief, dass die Bank auf Grund des turbulenten Kapitalmarkts den Wert des Fonds nicht berechnen können. Bis heute haben die Zertifikatsanleger ihr Geld noch nicht zurückerhalten. Das Dilemma der Commerzbank ist, dass die Benchmark Capital seit Mai 2009 insolvent ist. Diese wiederum behauptet, dass sie bis Ende September alle Gelder an die Investoren ausgeschüttet haben. Da die Commerzbank der größte Investor war, hätte sie auch befriedigt werden müssen. Anleger, die Schadensersatz verlangen wollen, könnten sich darauf stützen, dass im Sommer 2008 ein Hebel auf den Dach-Fonds von ca. 1,5 von den Investoren genehmigt wurde. Daraufhin hätte man die Kunden darüber informieren müssen oder einen neuen Prospekt mit den Änderungen auflegen müssen, was nicht geschah.

Haben Sie Fragen? E-Mail an das Forschungsinstitut

« VIP-Fondsanleger erhalten Schadensersatz     Geldmarktfonds verlieren Milliarden »

Themen

Links

Feeds