Frankfurter Sparkasse muss Schadensersatz leisten

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Das Oberlandesgericht Frankfurt wies die Berufungsklage (AZ 17 U 207/09) des Instituts ab und verurteile die Fraspa auf Grund einer Verletzung der Auskunftspflicht. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Die Revision zum Bundesverfassungsgericht wolle der Senat zulassen. Der Anlageberater der Bank hatte die Anleger im Sommer 2007 telefonisch kontaktiert und ihnen empfohlen Zertifikate der Lehman Brothers zu kaufen. Die investierten 7000 Euro gingen 2008 auf Grund der Insolvenz des amerikanischen Kreditinstituts verloren. Das Gericht erkannte in dem Telefongespräch nicht die Einhaltung der Sorgfaltspflicht, die eine Bank in einem Anlagegespräch zu wahren hat. Das Risiko sei am Telefon nicht richtig darstellbar, was auch bei erfahrenen Anlegern gelte. Das Gericht erklärte aber auch, dass in dem Urteil keine Präzedenzfall-Wirkung zu sehen sei, da jeder Einzelfall gesondert zu prüfen sei.

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