Artikel unter 'Pfandbriefe'

Deutsche Bonds bald nicht mehr mit AAA-Rating?

Das Problem liegt laut Birgit Figge, Analystin für Staatsanleihen bei der DZ-Bank darin, dass Europas Banken bis Ende Juni 2010 440 Mrd. Euro an die EZB zurückzahlen. Das Geld wurde Mitte 2009 im sog. 12-Monats-Tender-Verfahren von der EZB zu dem sehr günstigen Zinssatz von einem Prozent verliehen. Die Banken haben das Geld vor allem in 1-3 jährige Anlageformen investiert. Daher kommt es bei einer Rückzahlung im Sommer zu einem großen Liquiditätsabfluss aus dem Markt. Anleger müssten dann zu Anlagen mit mehr Renditepotenzial wechseln und würden sich von kurzfristigen Bundesanleihen trennen. Für langfristige Bundesanleihen sieht Figge auch keine gute Zukunft voraus. Wenn sich die Aufregung um die Griechenland, Portugal und Spanien wieder gelegt hat, die Konjunktur anziehe und die EZB die Leitzinsen erhöhe, wird es bei den Bundesanleihen einen Kursverlust geben.

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Pfandbriefmarkt liegt am Boden

Die Neuemissionen von Pfandbriefen wurden durch das milliardenschwere Ankauf-Programm der EZB gestützt, aber der Sekundärmarkt, also der Handel mit bereits aufgelegten Bankanleihen ist nahezu zum Stillstand gekommen. Das Vertrauen der Anleger ist gering. Das liegt vor allem an der Finanzkrise und des Beinahezusammenbruchs von Pfandemittent Hypo-Real Estate. Ein weiteres Problem ist, dass die Banken nicht als Market Maker auftreten wollen und kaum Kurse stellen. Sie wollen nicht das Risiko eines Geschäfts in ihren Bilanzen haben, dass sie übernehmen, wenn zu einer bestimmten Zeit für einen Verkäufer den Vertragspartner geben.

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