Court of Appeal: Beratung und Zusicherungen von Banken gegenüber professionellen Investoren

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Das Urteil des Court of Appeal vom 1.11.2010 in der Rechtssache „Springwell Navigation Corp. v. JP Morgan Chase Bank“ entlastet die Banken in ihren Beratungspflichten über Kapitalmarktprodukte gegenüber professionellen Investoren. Die Klägerin hatte nach der Beratung durch einen Angestellten der Beklagten in russische Staatsanleihen investiert, die infolge der russischen Finanzkrise 1997/1998 stark an Wert verloren. Sie forderte von der Bank Schadensersatz wegen Verletzung vertraglicher und deliktischer Sorgfaltspflichten, da die Bank riskante Kapitalanlagen empfohlen habe, obwohl ihr das konservative Anlageprofil der Klägerin bekannt war. Die Klägerin bestritt zum einen ihre Beratungspflicht, zum anderen berief sie sich auf die Eigenverantwortlichkeit der Klägerin, der als erfahrener Investorin die vorhandenen Risiken selbst bekannt waren. Dieser Ansicht schloss sich das Gericht an und lehnte Ansprüche nach Sec.2 (1) Misrepresentation Act 1967 ab.

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