Die Stellung eines treuhänderisch beteiligten Anlegers

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Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung vom 11.10.2011, AZ II ZR 242/09, eine wichtige Entscheidung für Anleger gegeben, die sich über einen Treuhänder an einem geschlossenen Fonds beteiligt haben. Im Rahmen eines solchen Modells ist es regelmäßig strittig, ob der Anleger oder der Treuhänder als Gesellschafter, häufig im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften zu sehen ist. Dies hat beispielsweise bei der Inanspruchnahme der Anleger aus § 172 Abs.4 HGB bedeutende Auswirkungen, ebenso im Steuerrecht. Bisher hat die Rechtsprechung den Anleger als bloßen Treugeber eingestuft und den Treuhänder als Gesellschafter behandelt. Nunmehr wurde - allerdings abhängig von der vertraglichen Einzelfallsituation - der Anleger als Gesellschafter behandelt. Anleger sollten zur Risikovermeidung die zugrunde liegende vertragliche Struktur rechtlich prüfen lassen.

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