Offene Immobilienfonds

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Was ist ein offener Immobilienfonds im Vergleich zu einem geschlossenen Immobilienfonds?

Ein offener Immobilienfonds ist eine Kapitalanlage, die ursprünglich in den §§ 26-37 KAGG, jetzt im Investmentgesetz (InvG), geregelt ist, sich auf Grund-stücks-Sondervermögen bezieht und im Vergleich zu einem geschlossenen Immobilienfonds investmentrechtlich ausgeprägt ist. So werden bei einem offenen Immobilienfonds laufend neue Anteilsscheine ausgegeben. Der Bestand und die Zahl der Anleger ist variabel.

Welche Rechtsgrundlagen gibt es für offene Immobilienfonds?

Offene Immobilienfonds beurteilten sich seit 1969 bis 2003 nach dem Sonderrecht des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG). Nunmehr gilt das Investmentgesetzt (InvG). Dieses Gesetz befasst sich ganz allgemein mit Kapitalanlage- und Investmentgesellschaften. Gemeinsamkeit aller Gesellschaft ist es, dass eingelegtes Geld im Namen der Gesellschaft mit einer Risikomischung in bestimmte Kapitalanlagen investiert und dem Anleger hierfür eine Urkunde, also einen Anteilsschein ausgestellt wird.

In welcher Rechtsform können Kapitalanlagegesellschaften gebildet werden?

Eine Kapitalanlagegesellschaft darf nur als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaft (AG) gegründet werden. Für die jeweilige Rechtsform gibt es mit dem GmbHG und dem AktG jeweils ein Sondergesetz. In beiden Fällen handelt es sich um Kapitalgesellschaften mit eigener Rechts-persönlichkeit.

Durch welche speziellen Kriterien zeichnet sich ein offener Immobilienfonds aus?

Eine solche Kapitalanlagegesellschaft unterliegt besonders strengen gesetzlichen Anlegerschutzvorschriften. Eine Risikomischung ist ebenfalls gesetzlich vorge-schrieben und erfolgt beispielsweise durch die Investition in verschiedene Immobilien. Die Höhe der Beteiligung ist für Anleger nahezu beliebig, da die Anteilscheine eine prozentuale Beteiligung vermitteln, der Wert der Anteile laufend ermittelt wird und nicht börsennotiert ist.

Auch ist eine Kapitalanlagegesellschaft zur jederzeitigen Rücknahme der Anteile gesetzlich verpflichtet. Der Bestand der jeweiligen offenen Immobilienfonds kann relativ frei erweitert, beschränkt oder verändert werden. Eine höhere Bewertung der Immobilien wirkt sich für den Anleger positiv aus.

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