Welche Angaben muss ein Börsenprospekt enthalten?

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Die Zulassung von Wertpapieren an einer Börse ist in Frankreich sowohl durch europäisches als auch nationales Recht geregelt. Besonders bedeutsam für die Frage, welche Angaben ein Katalog enthalten muss, sind die Verordnung EG Nr. 809/2004 (Prospektverordnung) und das Règlement général der Aufsichtsbehörde AMF. Die europäische Verordnung regelt den Inhalt eines Prospektes mit unmittelbarer Rechtswirksamkeit in allen Mitgliedstaaten.
Darüber hinaus enthalten die Art. 212-7 bis 212-11 des Règlement général des AMF bestimmte konkrete Vorgaben, welche Angaben ein Börsenprospekt enthalten muss. Danach müssen vor allem die verantwortlichen Personen genau bezeichnet werden. Diese müssen bestätigen, dass die Angaben im Prospekt der Wahrheit entsprechen und nichts Wesentliches verschwiegen wurde. Der Emittent bestätigt auch, dass er den Abschlussbericht des Abschlussprüfers erhalten hat. Dies ist von Bedeutung, da dieser vor Erstellung seines Abschlussberichtes den gesamten Prospekt überprüft, auch, ob die Prognosen im Einklang mit der Rechnungslegung des Emittenten stehen. Die Wertpapierfirmen müssen im Prospekt ferner versichern, dass sie trotz Anwendung der erforderlichen Sorgfalt keine ungenauen oder irreführenden Informationen entdeckt haben.
Da der Prospekt der Information aller interessierten Personen dienen soll, sind die Angaben grundsätzlich so zu gestalten, dass sie auch für nicht-professionelle Anleger verständlich sind.

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