Einlagensicherung in Luxemburg

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In der gesamten Europäischen Union und damit auch in Luxemburg werden Geldanlagen in Bankkonten und Sparbüchern durch eine einheitliche Mindestsicherungsgrenze geschützt. Im Zuge der Finanzkrise wurde diese auf 50 000 Euro festgelegt und soll sich Ende 2010 europaweit auf 100 000 Euro je Sparer erhöhen. In Luxemburg hingegen gilt seit dem 1.1.2009 bereits eine Einlagensicherung von 100 000 Euro pro Kunde. Dabei spielt die Anzahl der einzelnen Einlagen keine Rolle, die maximale Entschädigungssumme wird je Anleger und nicht je Konto berechnet.
Für die Einhaltung der gesetzlichen Regeln zur Einlagensicherung ist in Luxemburg das Institut Monétaire Luxembourgois (IML) zuständig. Die Einlagensicherung wird durch die Association pour la garantie des dépôts, Luxembourg, sichergestellt. Diesem müssen sich obligatorisch sämtliche luxenburgischen Banken sowie alle in Luxemburg ansässigen ausländischen Geldinstitute mit einem Hauptsitz außerhalb der europäischen Union, anschließen. Die Bestimmungen zur Einlagensicherung ausländischer Geldinstitute, die in einem Mitgliedstaat der europäischen Union ansässig sind, richten sich dagegen nach dem jeweiligen Landesrecht.
Strenge Maßstäbe gelten in Luxemburg vor allem für Banken, die ihren Sitz außerhalb der Europäischen Gemeinschaft haben. Erfüllen diese die Verpflichtungen zur Einlagensicherung nicht, wird dies dem IML mitgeteilt. Diese kann dem Kreditinstitut dann eine bindende Frist setzen, um eine Erfüllung durchzusetzen. Nach deren fruchtlosem Ablauf können hohe Geldbußen verhängt werden oder die Einstellung der Tätigkeit der Bank erwirkt werden.

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