Gruppenklage in Polen

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Geschädigte Kapitalanleger können in Polen nunmehr ihre Ansprüche unter bestimmten Voraussetzungen im Wege der Gruppenklage geltend machen. Diese Möglichkeit wurde durch das Gesetz über die Forderungsdurchsetzung in einem Gruppenverfahren, das zum 10. Juli 2010 in Kraft getreten ist, neu geschaffen. Der Anwendungsbereich dieser neuen Verfahrensart ist dabei sehr weit gefasst und nicht auf das Kapitalanlagerecht beschränkt. Das Gericht kann die Einleitung eines Gruppenverfahrens beschließen, wenn mindestens 10 Personen im wesentlichen gleichartige Ansprüche geltend machen, die auf einem ähnlichen oder identischen Sachverhalt beruhen. Das Gesetz soll nicht nur die Einheitlichkeit der Rechtsprechung fördern, sondern auch den Zugang zu Gericht für Verbraucher erleichtern. Für diese bietet die Durchführung eines Gruppenverfahrens zukünftig v.a. den Vorteil geringer Gerichtskosten.

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