Pressemitteilung: Gesellschaftsgläubiger aufgepasst - Haftungsbefreiung für Gesellschafter

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Der BGH hat in einer Entscheidung vom 12.01.2010, AZ XI ZR 37/09, die sog. akzessorische Gesellschafterhaftung nach § 128 HGB analog zugunsten der Gesellschafter eingeschränkt. Die Entscheidung betrifft insbesondere das Recht der GbR und der oHG. Hat eine solche Gesellschaft einen Gläubiger, beispielsweise eine Bank, dann hat dieser Gläubiger die Möglichkeit die Gesellschaft selbst oder parallel bzw. alternativ die Gesellschafter in Anspruch zu nehmen, ggf. auch nur einzelne Gesellschafter. Häufig ist ein solches Vorgehen von taktischen Überlegungen gekennzeichnet, sodass ggf. nur die Gesellschaft und / oder einzelne Gesellschafter in Anspruch genommen werden. Das ist im Einzelfall auch eine Kostenfrage. In einer solchen Situation läuft der Gläubiger allerdings Gefahr, dass während des Rechtsstreit die Ansprüche gegen die nicht verklagten Gesellschafter verjähren. Denn diese läuft einfach unter Bezug auf die Verjährung im Verhältnis zur Gesellschaft, also der Hauptverbindlichkeit, weiter. Dieses Risikoszenario muss Gläubigern, Insolvenzverwaltern und Liquidatoren von Gesellschaften bekannt sein.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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