Änderungen der EU-Vorschriften zu Rating-Agenturen: Schaffung eines zentralisierten Aufsichtssystems und Verbesserung der Transparenz im Rating-Markt

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Im Dezember 2010 werden die Vorschriften der Verordnung zu Rating-Agenturen, die am 22.4.2009 verabschiedet wurde, umfassende Gültigkeit erlangen.
Durch die mit der Verordnung eingeführten Regelungen wird für die Tätigkeit von Rating-Agenturen ein einheitlicher europäischer Rechtsrahmen geschaffen. Dadurch sollen die Transparenz verbessert und Interessenkonflikte vermieden werden. Es sollen strengere und einheitliche Auflagen für die Qualität der Bewertungsmethode, Transparenz der Arbeit der Agenturen für Investoren und Aufsichtsbehörden und die Integrität bei Erstellung und Abgabe  von Ratings geschaffen werden. Die Kontrolle der Agenturen wurde verstärkt. Nunmehr müssen alle Agenturen ihre Registrierung beantragen, um Ratings von Finanzinstituten in der ganzen EU vornehmen zu können. Für aufsichtsrechtliche Zwecke können ab Dezember nunmehr nur noch Ratings von registrierten Agenturen verwendet werden.

Im Juni hat die EU-Kommission einen Entwurf für eine Novellierung der Verordnung vorgelegt, die 2011 in Kraft treten könnte. Durch Schaffung einer Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) sollen Rating-Agenturen nunmehr einer einheitlichen europäischen Kontrolle unterstehen. Alle Agenturen sollen Zugang zu denselben Angaben, die für die Erstellung der Ratings bedeutsam sind, erhalten. Dadurch wird eine Steigerung der  Transparenz der Bewertungen sowie auch des Wettbewerbs der Agenturen untereinander erhofft. Dies soll einer weiteren Förderung des Anlegerschutzes dienen.

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