Anspruch der Bank auf Vorfälligkeitsentschädigung

Artikel gespeichert unter: Rechtsprechung


(OLG Frankfurt vom 13.04.2011; Az. 23 U 386/09)
Ein Anspruch der Bank auf eine Vorfälligkeitsentschädigung wegen einer vom Darlehensnehmer veranlassten vorzeitigen Beendigung des Darlehensvertrages besteht nur, wenn die Ansprüche der Bank vor dem Tag der Endfälligkeit des Darlehens ausgeglichen wurden (Leitsatz).  Die Vorfälligkeitsentschädigung ersetzt den Verlust der Bank durch Wegfall des vereinbarten Zinses bei einer vorzeitigen Darlehensrückzahlung. Maßgeblicher Stichtag für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung ist daher der Tag des tatsächlichen Geldeinganges. Hat der Gläubiger teilweise durch die Verwertung von Sicherheiten Befriedigung erhalten, ist er gegenüber dem Darlehensnehmer zur Auskunft und Rechnungslegung über die zukünftige Entwicklung des streitgegenständlichen Darlehens verpflichtet, da dieser andernfalls regelmäßig seine Restverpflichtung nicht mehr genau bestimmen kann.

Haben Sie Fragen? E-Mail an das Forschungsinstitut

« Nochmals: Beihilfe ausländischer Broker zur sittenwidrigen Schädigung     Bearbeitungsgebühr für Anschaffungsdarlehen – Nichtigkeit von Banken-AGB-Klausel »

Themen

Links

Feeds