Prüfungspflicht der Bank bei Erbfolge

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(OLG Frankfurt v. 10.06.2011; Az. 19 U 13/12)
Eine Bank macht sich nicht schadensersatzpflichtig, wenn sie nach Vorlage eines notariell beurkundeten Testaments Vermögenswerte ihres verstorbenen Kunden an den vermeintlichen Erben auszahlt und sich später herausstellt, dass dieser nicht Erbe geworden ist. Die Vorlage eines Erbscheins muss die Bank nicht verlangen. Das gilt auch, wenn das Testament auf einen Erbvertrag verweist. Die Bank darf insoweit darauf vertrauen, dass der Notar vor der Beurkundung des Testaments dessen Wirksamkeit im Hinblick auf den Erbvertrag geprüft hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn Erbvertrag und Testament durch denselben Notar beurkundet worden sind und sich die Unwirksamkeit des Testaments erst im Wege der Auslegung ergibt.

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