Zur Verjährung bei Beratungsfehlern

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(BGH v. 24.03.2011, Az. III ZR 81/10)
Wurde ein Anleger beim Erwerb einer Kapitalanlage über mehrere Aspekte, die die Sicherheit der Kapitalanlage betreffen, nicht aufgeklärt, liegt jeweils eine eigenständige Pflichtverletzung vor, für die der Verjährungsbeginn eines Schadensersatzanspruches separat festzustellen ist.
Der BGH ist mit dieser Entscheidung der Ansicht des Berufungsgerichtes entgegengetreten, dass ein getrennter Verjährungsbeginn nur für solche Pflichtverletzungen möglich sei, die jeweils eigenständige Schadensfolgen nach sich gezogen hätten. Gerade im Bereich des Kapitalanlagerechts liegt die Schadensfolge auch bei mehreren Verletzungen der Aufklärungs- und Beratungspflichten regelmäßig nur im Erwerb der Kapitalanlage. Die Rechtsprechung des BGH, wonach der Verjährungsbeginn jeweils separat festzustellen ist, liefe dadurch leer. Gerade auch dann, wenn die verschiedenen Pflichtverletzungen jeweils nur denselben Schaden verursacht haben, ist die Verjährung daher für jede Pflichtverletzung einzeln zu prüfen.

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