Einführung in das Steuerrecht: Bewertungsgesetz (Teil 3)

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Das Bewertungsgesetz ist ein relativ kompliziertes Grundlagengesetz, in dem der Gesetzgeber Bewertungshilfen für viele Einzelsteuern gibt, vor allem für die Grundsteuer und die Erbschafts- und Schenkungssteuer.

Grundsätzlich gilt bei einer Bewertungsfrage, dass folgende Stufen zu prüfen sind:

 Gibt es spezielle Vorschriften außerhalb des Bewertungsgesetzes (in einem Einzelsteuergesetz)?

 Verweist ein Steuergesetz ausdrücklich auf die Anwendung des Bewertungsgesetzes?

 Gelten besondere Bewertungsvorschriften des Zweiten Teils des Bewertungsgesetzes?

 Soweit die ersten drei Prüfungspunkte negativ beantwortet werden, gelten die allgemeinen Bewertungsvorschriften.

Das Bewertungsverfahren kennt unterschiedliche Möglichkeiten, nach welchen Kriterien bewertet wird, also beispielsweise das Ertragswertverfahren oder die Bewertung nach dem Verkehrswert. Grundsätzlich orientiert sich Bewertungsverfahren immer danach, was bewertet wird. Deshalb genügt es für Sie als Einstieg in das Bewertungsrecht, dass Sie neben der obigen Prüfung noch zwei Bereiche beachten:

 Unterscheidung dessen, was bewertet wird (also beispielsweise Immobilie, Aktie, KFZ)

 Unterscheidung der Bewertungsverfahren abhängig vom Bewertungsgegenstand

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