Entschädigung von Kapitalanlegern durch Sammelklagen in den USA

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Geschädigte Kapitalanleger haben in den USA in vielen Fällen die Möglichkeit, ihre Ansprüche mit Hilfe einer Sammelklage („class action“) geltend zu machen. Dabei klagt der Kläger (z.B. ein Aktionär) nicht im eigenen Namen, sondern im Namen aller Geschädigten. Dies sind z.B. alle Aktionäre, die in einem bestimmten Zeitraum Wertpapiere der fraglichen Gesellschaft gekauft haben. Diese Konstellation wird als „shareholder class action“ oder „securities class action“ bezeichnet. Inhaltlich sind die Klagen meist auf Verletzungen der Bestimmungen des Securities Exchange Acts von 1935 oder des Securitites Act von 1933 gestützt.
Die Vorteile von Sammelklagen liegen darin, dass sich die Kosten für den einzelnen Geschädigten reduzieren und ihm unter Umständen die Mühe einer eigenständigen Prozessführung erspart wird. Mittels Sammelklagen kann außerdem sichergestellt werden, dass alle Geschädigten dieselben Ansprüche zugesprochen erhalten. Gerade Verstöße gegen Wertpapierrecht betreffen meist zahlreiche Anleger, wobei eine unterschiedliche Behandlung nicht gerechtfertigt wäre.

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