Was ist ein “Standby Letter of Credit”?

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Der “Standby Letter of Credit” ersetzt im US-amerikanischen Recht weitgehend das Institut der Bankgarantie. Der Grund hierfür ist vor allem in der Tatsache zu suchen, dass Bankgarantien in den USA nur von wenigen Banken, bzw. nur unter engen Voraussetzungen abgegeben werden dürfen. Dagegen kann ein “Standby Letter of Credit” von jeder Bank erteilt werden.

Der Standby Letter of Credit ähnelt Dokumentenakkreditiven, jedoch muss ihm kein Warengeschäft zugrunde liegen. Wird die abgesicherte Leistung nicht oder nicht fristgerecht erbracht, kann der Begünstigte von der Bank die vereinbarte Gewährleistung bzw. Zahlung fordern, wenn er die vereinbarten Dokumente vorlegt.

Der Vertrag bestimmt den konkreten Betrag, der abgesichert ist und das Datum, an dem die Sicherheit erlischt. Wie stets im US-amerikanischen Recht ist zudem eine Gegenleistung des Begünstigten an die Bank, z.B. in Form einer Gebühr, erforderlich. Aufgrund der Ähnlichkeit des Standby Letter of Credit mit den Dokumentenakkreditiven unterliegt dieser auch den Einheitlichen Richtlinien für Dokumentenakkreditive, deren Geltung aber ausdrücklich im Text vereinbart sein muss.

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